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Willkommen im Monat Oktober 2017

Das Thema des Monats Oktober 2017
Wussten Sie, wie sich die Globalisierung bei Suppenwürfeln auswirkt?

Sie alle kennen die Suppenwürfel von Maggi und Knorr, wobei Knorr der Erste war, der auf diese Idee kam, nämlich schon 1838 in Heilbronn. Erst 1872 gründete der Schweizer Julius Maggi die Firma Maggi, nachdem er schon jahrelang experimentiert hatte, um die Ernährungssituation der Fabrikarbeiterfamilien zu verbessern und Unterernährung und Kindersterblichkeit zu bekämpfen.

Schnell sollte die Nahrungszubereitung sein, wenn in einer Arbeiterfamilie beide Elternteile spät nach Hause kamen. So bot er als erster Mehl aus eiweißreichen Hülsenfrüchten(Leguminosen) an, das durch vorhergehendes Rösten schnell garte. Darauf folgten die ersten Fertigsuppen auf Basis von Leguminosenmehl und die Maggiwürze. Diese sollte Konkurrenz sein für den gerade von Justus Liebig erfundenen Fleischextrakt aus purem Rindfleisch, den es übrigens heute noch zu kaufen gibt. Teuer!

Niederlassungen von Maggi wurden überall im Ausland gegründet, auch in Siegen/Deutschland. 1908 kam der Brühwürfel auf den Markt. Um dann auch in den 1930er Jahren in Deutschland kräftig verkaufen zu können, brauchte die Firma die NSDAP. Diese wollte den Ariernachweis für die gesamte in Siegen arbeitende Führungsriege, und Maggi erhielt danach den Titel “Nationalistischer Musterbetrieb“. Der größte Anteil der Produktion ging in den Kriegsjahren direkt an die Wehrmacht, u. a. auch die unverwüstliche Erbswurst. Nach dem 2. Weltkrieg fusionierte Maggi mit Nestlé.

Die Brühwürfel gehen heutzutage um die Welt, sie sind echte Kinder der Globalisierung. Schon in der Kolonialzeit kamen sie mit den Missionaren nach Afrika, heute werden allein in West- und Zentralafrika rund 36 Milliarden Brühwürfel konsumiert. Dazu gründete Nestlé eigene Fabriken in den verschiedenen Ländern Afrikas. Die Würfel sind vom Inhalt her identisch, variieren aber in Größe und Geschmack. Deshalb werden sie auch spezifisch beworben … im Senegal zum Beispiel, wo Polygamie erlaubt ist, wirbt Maggi mit dem Spruch Frau, koch mit Maggi, dann will er keine Zweitfrau mehr.“ 

Die speziellen Geschmacksvarianten führen dazu, dass Migranten nicht die Maggi-Würfel kaufen, die vielleicht 30 km entfernt produziert werden, sondern Bouillonschachteln, die man fast 5.000 km weit von der Elfenbeinküste durch halb Afrika und Südeuropa spedieren muss. So findet man überall in der Welt die Würfel zu den verschiedensten Geschmacksrichtungen verändert, Svine Kodkraft in Dänemark, Kraftbrühe aus Marokko, Fischfond für den chinesischen Markt, Thailändische Tom-Yum-Brühe, Hühnerbouillon in China, die man in Läden in Los Angeles entdecken kann und viele andere, alles von Maggi. Güter und Ideen werden vom Ausland angenommen, aber adaptiert. So ist die heutige Globalisierung ein Geben und Nehmen.

In Syrien hört die Globalisierung auf. In Rakka, dem Zentrum des furchtbaren IS, gelten die aromatisierten Würfel (eigentlich ist kaum echtes Fleisch drin, sondern nur Geschmacksverstärker) nicht als halal und dürfen deshalb nicht verwendet werden, es drohen Geld- und Gefängnisstrafen!

Wir leben in einer Welt ohne Grenzen, aber voller Extreme, Dissonanzen und Widersprüche, auch im Lebensmittelsektor. - H. S.





Rezept des Monats Oktober 2017 aus unserem Kochbuch


Lauchnudeln     S. 43

600  

Lauch
in sehr feine Streifen schneiden, in kochendem
  Salzwasser
2 Min blanchieren, abgießen, abtropfen lassen
200  gdünne Nudeln in Salzwasser bissfest kochen, abgießen, abtropfen lassen
 ELButterund
 200 mlSahne
in einem Topf erhitzen und
200 
 gGoudareiben, zufügen, mit dem Schneebesen rühren, bis sich
   alles verbunden hat, mit
 
 Salz + Pfeffer
und
  Muskat
abschmecken

Auflaufform einbuttern, Nudeln und Lauch einfüllen, vermischen
mit der Soße übergießen
10 Min im vorgeheizten Backofen bei 250° C überbacken
ein kleiner gemischter Salat ist eine frische Beilage zu diesem gehaltvollen Auflauf
sehr gut passt gegrilltes Lachsfilet dazu

  




Haushaltstipp des Monats Oktober 2017
Lauch bzw. Lauchreste ...

... in kleinen Portionen eingefroren ist praktisch für Suppen und Soßen




Oldie" des Monats Oktober 2017
Eisenpfannen ...

... aus der Zeit vor den modernen beschichteten Pfannen sind wieder auf dem Markt und werden wegen der guten Eigenschaften beworben, die empfindliche Oberflächenbeschichtungen nicht bieten können. Besonders die Möglichkeit der hohen Hitzezufuhr zum Anbraten von Fleisch steht im Vordergrund. Außerdem sind diese Pfannen unempfindlich gegen Metallwender.
Zu beachten ist allerdings, dass Pfannen aus Eisen vor dem erstmaligen Gebrauch mit hoch erhitzbarem Fett und Salz "eingebrannt" werden müssen. Sie erhalten dadurch eine leichte dauerhafte Patina, die das Anhängen verhindert. Diese Patina darf jedoch nicht mit Spülmittel entfernt werden. Das heißt, dass die Pfanne nach dem Gebrauch mit heißem Wasser ausgespült wird und nach dem Abtrocknen mit etwas Pflanzenöl leicht eingeölt werden muss bis zum nächsten Gebrauch. Dadurch wird Rostbildung verhindert.
Besondere Vorsicht gilt bei den Eisengriffen, die ebenfalls sehr heiß werden und eine Verbrennungsgefahr darstellen. 


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