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Schriftzug Hausfrauenveband Kassel e.V.
Willkommen im Monat Januar 2018
ie Frage des Monats Januar 2018
Bio-Gurken im Winter - alles Bio?

Mit gutem Gewissen kaufen wir Gemüse.
Mit Bio-Öko-Siegel.
Im Winter.
Und sind beruhigt!?

Vermutlich und hoffentlich sind - hier am Beispiel von Salatgurken oder Tomaten - die Produkte mit dem EU-Bio-Öko-Siegel, was die Schadsstoffe betrifft, unbedenklich. Schon allein aus dem Grund, weil sich europäische Erzeuger positiv von außereuropäischen Erzeugnissen abgrenzen wollen. Im Gegensatz zu früheren Jahren ist der Pestizideinsatz erheblich eingeschränkt worden. Aber ist das schon bio-öko-logisch genug?

Auch wenn strenge Regeln wie der Verzicht auf chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel, die Vermeidung von mineralischem Stickstoffdünger, das Verbot der Verwendung von Gentechnik, die Förderung der Artenvielfalt eingehalten werden, gibt es Tatsachen, die nachdenklich machen sollten. Wenn wir im Winter landwirtschaftliche Produkte, z. B. von der iberischen Halbinsel, beziehen, kennen wir nicht die Verhältnisse vor Ort. Quatratkilomenterweise sind ganze Landstriche mit Gewächshäusern bebaut, weitab von urbaner Infrastruktur (sehr gut zu beobachtenn aus dem Ferienflieger). Diese Anbaumethode unter Plastik hat den Vorteil, dass in südlichen Gefilden Gewächshäuser nicht beheizt werden müssen. Aber die notwendige Bewässerung ist problematisch. Immer tiefere Brunnen müssen gebohrt werden, um die Pflanzen mit Wasser zu versorgen, der Grundwasserspiegel sinkt. Was das bedeutet, kann man täglich aus Presse und TV erfahren. Die Trinkwassernot und ihre Folgen für die Bevölkerung werden dort ständig thematisiert.

Dazu kommt die zum großen Teil inhumane Beschäftigung der Erntehelfer, die zum großen Teil aus Nordafrika rekrutiert werden und in gettoähnlichen Wohnanlagen am Rande der Bebauung oder sogar in notdürftig gezimmerten Hütten inmitten der Gewächshäuser "leben". Sie haben in den meisten Fällen keine feste Anstellung, sondern warten frühmorgens am Straßenrand oder an Tankstellen, um von vorbeifahrenden Bauern, die es in den letzten Jahren zu relativem Wohlstand in vormals armen Gegenden gebracht haben, als Tagelöhner mit geringem Lohn für einen Tag verdingt zu werden.
Große Lebensmittelketten kaufen dann z. B. Tomaten zum Dumpingpreis auf. Die Erzeuger haben keine Wahl. Verweigern sie den Deal, verfaulen die Früchte ... Und dann geht es im Flugzeug oder mit Riesenbrummis auf den Weg zu uns Verbrauchern. Just in time soll alles verfügbar sein, zu jeder Jahreszeit ...

Wir sind in der Zwickmühle. Sollen wir kaufen oder nicht. Diese Frage kann hier nicht beantwortet werden. Aber es gibt eine Alternative: warum nicht im Winter Feldsalat, Endivien, Karotten, Rosenkohl, Wirsing, Grünkohl, Rot-und Weißkohl, Schwarzwurzeln, Chinakohl aus hiesigem Anbau oder Champignons aus Kellerzucht verwenden, es gibt viele Gerichte, auch Rohkost, zu denen wir heimische Produkte verwenden können.

Nichts gegen Produkte, die unter bio-ökologischen Aspekten außerhalb unseres Landes angebaut werden, aber über die menschlichen und ökologischen Fakten sollten wir uns ernsthaft Gedanken machen. - M. D.




Rezept des Monats Januar 2018
aus unserem Kochbuch - S. 60






Haushaltstipp des Monats Januar 2018
Letzte Sommerfrüchte verwenden ...

Fast jeder hat eine exotische Pflanze im Balkon- oder Terrassengarten. Einige tragen noch Früchte, die nach und nach reif werden. Wozu eignen sie sich?
Kumquats z. B. für Likör:
500 g Kumquats heiß waschen, mit einer Gabel mehrfach einstechen, in eine Flasche mit weitem Hals geben
500 g braunen Kandis
2 Gewürznelken
1 Zimtstange
1 P. Vanillezucker
700 ml Cognac oder Weinbrand
zufügen, die Flasche gut verschließen, bei Zimmertemperatur gut durchziehen lassen, hin und wieder aufschütteln
später absieben und in eine Karaffe füllen, noch drei Wochen ruhen lassen





"Oldie" des Monats Januar 2018
Eine Kaltmangel, auch Wäscherolle genannt ...



... ist eine Maschine, die ab dem 19. Jh. zum Glätten von Wäsche verwendet wurde; sie hat die Fasern des Wäschestücks lediglich verfestigt, dadurch erhielt die Wäsche Glanz. Sie wurde in großbürgerlichen Haushalten von Dienstboten bedient und ist die Vorgängerin der heutigen Heißmangel, die in privaten Haushalten vorhanden ist, und das ist so bequem.



 

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