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Schriftzug Hausfrauenveband Kassel e.V.
Willkommen im Monat Februar 2018

vom 3. bis 11. März in den Messehallen Kassel
besuchen Sie uns an unserem neuen Stand
in Halle 12



Die Frage des Monats Februar 2018
Wussten Sie, dass Butterschmalz zu den ältesten Lebensmittelfetten der Welt gehört?

Schmalz ist ausgelassenes Tierfett, Butter hingegen ist ein Milchprodukt, aus dem man Butterschmalz herstellt. Dazu lässt man Butter bei niedriger Temperatur in einem Topf auf dem Herd schmelzen und danach solange leicht köcheln, bis die Butter geklärt ist. Der dabei entstehende Schaum auf der Oberfläche muss abgeschöpft werden, am Topfboden setzt sich Eiweiß ab, das nicht braun werden darf, das enthaltene Wasser verdampft nach einiger Zeit. Das flüssige Fett ist das Butterschmalz, das durch einen Teefilter in ein Glas gefüllt wird. Von 1.000 g Butter erhält man ungefähr 700 g Butterschmalz. Man kann Butterschmalz auch fertig kaufen.

Aber warum sollten wir Butterschmalz verwenden?
Es hat einen besonders angenehmen feinen Buttergeschmack, ist
bis 205° C (Rauchpunkt) hoch erhitzbar und damit einsetzbar für jeden Garvorgang wie kochen, backen, braten und frittieren. Das war besonders früher von großer Bedeutung, denn es ist sehr lange haltbar, weil es nicht ranzig wird. Es war es die perfekte Fettkonservierungsmethode für hunderte von Jahren vor der Erfindung des Kühlschranks.

In Indien und Arabien kennt man Butterfett seit Jahrtausenden als Ghee. Es wird auf unterschiedliche Weise in einem längeren Erhitzungsvorgang hergestellt. Die ayurvedische Ernährungs- und Heilkunst basiert auf Ghee zur inneren und äußeren Anwendung. Übrigens werden die meisten indischen Öllampen mit flüssigem Ghee betrieben. Ghee ist so alt wie unsere Geschichte. In der Antike galt es - mit Kräutern vermischt - bei den Griechen und Römern als Heilmittel, später nutzten die Klöster diese historischen Erfahrungen für ihre Heilkünste.

In Europa waren es besonders die Alpenregionen, die sich dieses Wissen zunutze machten. Auf den hoch gelegenen Sommerweiden wurde die Milch zu Butter verarbeitet. Diese musste aber dann so lange gelagert werden, bis jemand kam und sie ins Tal brachte, das konnte unter Umständen auch erst am Sommerende sein. Deshalb verarbeiteten die Sennerinnen die Butter zu Butterschmalz, das war dann das ganze nächste Jahr über in den Dörfern verfügbar.

Was spricht auch in der heutigen Zeit für den Einsatz von Butterschmalz in der Küche?

natürliches Milchfett
Herstellung ohne Konservierungsstoffe
lange Haltbarkeit, kann immer vorrätig sein
hohe Erhitzbarkeit
kein Spritzen beim Braten, da wasserfrei
feinaromatischer Buttergeschmack
wichtige Inhaltsstoffe wie essenzielle Fettsäuren, fettlösliche Vitamine A, D, E, K, die eine vielfältige Bedeutung für den menschlichen Körper haben

Tipps zur Verwendung:

Anbraten mit hoher Anfangstemperatur, ist diese zu niedrig, dämpft die Speise statt zu braten, Fleisch wird dann zäh und Gemüse ist nicht mehr knackig

Frittieren mit einer optimalen Temperatur zwischen 170°C und 190° C
Bei niedrigerer Temperatur dringt das Fett in das Frittiergut ein, ist das Fett dagegen zu heiß, bildet sich sehr schnell eine Kruste und innen bleibt das Frittiergut roh. Butterschmalz kann mehrmals zum Frittieren verwendet werden, wenn es durch einen Filter gegossen wird

Zum Backen verwendet man grundsätzlich nur zimmerwarmes Butterschmalz, lediglich für Mürbteig muss es kühlschrankkalt sein, der fertig geknetete Teig muss vor der Weiterverwendung kurz in den Kühlschrank, damit der Teig beim Backen nicht zerläuft

Zum Dünsten werden die Zutaten kurz mit Butterschmalz angebraten und garen dann bei niedriger Temperatur im eigenen Saft. So werden Vitamine und Nährstoffe geschont. Nach dem Dünsten kann man das Gargut noch mit einigen Flocken Butterschmalz geschmacklich verfeinern.

Habe ich Sie, falls Sie Butterschmalz bisher noch nicht verwendet haben, neugierig gemacht? - H. S.





Rezept des Monats Februar 2018



Knackiges Möhren-Lauch-Gemüse    S. 33

 500 g
 Möhren in feine Scheiben schneiden, in einem breiten, flachen Topf mit
 60 g Butter 5 Min dünsten, eventuell
 etw Wasser zufügen
 500 g Lauch in feine Ringe schneiden, zu den Möhren geben, 5 Min mitdünsten
  mit
  Salz &
 
  weißem Pfeffer sowie
 etw Zucker abschmecken
  frische Petersilie fein hacken, darüberstreuen
 
dieses Gemüse ist eine leckere Beilage zu panierter Hähnchenbrust oder Wiener Schnitzel
Variation: 150 g Gouda in Würfel schneiden und unter das Gemüse mischen, bei geschlossenem Topf schmelzen lassen




Haushaltstipp des Monats Februar 2018
Aus Alt mach Neu - Resteverwertung

Butter, die schon einige Zeit im Kühlschrank oder der Butterdose aufbewahrt wurde, überlagert ist und nicht mehr so frisch schmeckt, kann noch zu Butterschmalz verarbeitet werden, da bei dieser Methode die Eiweißstoffe, die sich geschmacklich verändern, durch das Schmelzen ausgefällt werden und das gewonne Fett nicht beeinträchtigen können, es kann nicht mehr verderben.
Tipp: wenn Butter im Sonderangebot ist, sollte man zugreifen und sich preiswert Butterschmalz herstellen, in Twist-Off-Gläsern kann es gut bevorratet werden







"Oldie" des Monats Februar 2018
Hyazinthentreiben

 
Hyazinthengläser eignen
sich auch als Kerzenhalter

Noch für unsere Großeltern war das Hyazinthentreiben im Winter ein beliebtes Hobby. Es gab dazu besondere Hyazinthengläser, die man heute auf Flohmärkten finden kann. Sie haben am Hals eine Verengung, auf die man die Zwiebel aufsetzt. Das Glas wird dann bis 1 cm unter der Verengung mit Wasser gefüllt, das die Blumenzwiebel nicht berühren darf. Mit einem Papierhütchen wird die Zwiebel abgedeckt und längere Zeit im dunklen Raum stehengelassen. Die Zwiebel beginnt, ein Wurzelgeflecht zu bilden. Wenn die Zwiebel auch nach oben austreibt und das Hütchen leicht anhebt, kann man es entfernen und das Glas ins Wohnzimmer stellen. Dann entwickeln sich enorm schnell die Pflanzenblätter und auch die Blüte. In einem kühlen Raum blüht die Hyazinthe sehr lange - so wie früher zwischenn den Doppelfenstern.
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