Logo HVK
Startseite
Archiv Fragen
Archiv Rezepte
Archiv Haushaltstipps
Archiv Oldies
Wir über uns
Ausbildung & Kurse
Termine
Aktuelle Termine
Aktionen
DEZ-Erdbeer
Kochbücher
Anfahrt
Kontakt
Impressum
Druckversion Druckversion

 

Schriftzug Hausfrauenveband Kassel e.V.
ARCHIV OLDIE DES MONATS

"Oldie" des Monats November 2017

Bevor wir zur heutigen Wegwerfgesellschaft wurden, haben Menschen mit Phantasie und Kreativität aus alten Sachen "Neues" geschaffen. Das ging ganz einfach: z. B. bunte, auch unterschiedliche Knöpfe peppen unifarbene Blusen oder Strickjäckchen auf, Holzmöbel bekommen ein schönes Outfit durch einen neuen Anstrich, der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt - als Ergebnis erhält man durch kleine und preiswerte Veränderungen etwas sehr Individuelles


Oldie" des Monats Oktober 2017
Eisenpfannen ...

... aus der Zeit vor den modernen beschichteten Pfannen sind wieder auf dem Markt und werden wegen der guten Eigenschaften beworben, die empfindliche Oberflächenbeschichtungen nicht bieten können. Besonders die Möglichkeit der hohen Hitzezufuhr zum Anbraten von Fleisch steht im Vordergrund. Außerdem sind diese Pfannen unempfindlich gegen Metallwender.
Zu beachten ist allerdings, dass Pfannen aus Eisen vor dem erstmaligen Gebrauch mit hoch erhitzbarem Fett und Salz "eingebrannt" werden müssen. Sie erhalten dadurch eine leichte dauerhafte Patina, die das Anhängen verhindert. Diese Patina darf jedoch nicht mit Spülmittel entfernt werden. Das heißt, dass die Pfanne nach dem Gebrauch mit heißem Wasser ausgespült wird und nach dem Abtrocknen mit etwas Pflanzenöl leicht eingeölt werden muss bis zum nächsten Gebrauch. Dadurch wird Rostbildung verhindert.
Besondere Vorsicht gilt bei den Eisengriffen, die ebenfalls sehr heiß werden und eine Verbrennungsgefahr darstellen.




Oldie" des Monats September 2017
Muckefuck ...

... ist eine Bezeichnung für Kaffee-Ersatz und basiert vermutlich auf dem französischen Mocca faux (Mocca - Kaffee und faux - falsch). Es ist ein Begriff aus dem Französischen, der eingedeutscht wurde wie Fisimatenten für komische Machenschaften (visitez ma tente - Besuch mein Zelt). Mach keine Fisimatenten gab man jungen Mädels auf den Weg, was damit gemeint war, liegt nahe.





Oldie" des Monats August 2017
Man fülle 3 Teile vom echten Franzbranntwein und 1 Teil auf dem Ofen getrocknetes und fein gestoßenes Kochsalz in eine Flasche, schüttele den Inhalt tüchtig durcheinander und stelle die Flasche gut verkorkt 20-30 Minuten hin. Der Branntwein wird wieder klar und das Mittel ist fertig. Statt des Zahnpulvers werden hiervon wöchentlich ein- bis zweimal einige Tropfen auf die angefeuchtete Zahnbürste geträufelt. Dann werden die Zähne geputzt. Es macht sie weiß, stärkt das Zahnfleisch und verhindert Zahnschmerzen.
(Aus dem Buch einer ländlichen Haushaltungsschule in Westfalen, 1921)




"Oldie" des Monats Juli 2017

Barfußlaufen ist eine Wohltat
wer seinen Füßen etwas Gutes tun will, lässt Schuhe und Strümpfe so oft wie möglich weg
abwechselndes Gehen auf Zehenspitzen, Fersen und Innen-Außenseiten der Füße wirkt sich positiv auf die Venentätigkeit aus





"Oldie" des Monats Juni 2017

Beinwell für Wachstum und gegen Läuse bei Rosen

Beinwell ist ein natürlicher Gartendünger und Rosenstärkungsmittel, da die Pflanze sehr eiweißhaltig ist und mit seinen Mineralstoffen und Spurenelementen Pflanzen stärkt und düngt. Beinwell dient als Zugabe zum Kompost, aber wird auch zur Bodenabdeckung genutzt. Gesammelt werden Blätter und Stiele von Frühjahr bis Herbst.
1 kg frische Blätter werden für eine Brühe zerkleinert und mit 10 l kaltem Wasser aufgegossen. Einige Tage muss dieser Sud abgedeckt stehen und öfter umgerührt werden. Danach wird der Sud im Verhältnis 1:10 verdünnt und z. B. um Rosenstauden herum ausgegossen.





"Oldie" des Monats Mai 2017

Reiskörner - wozu?

In den 70er Jahren des vorigen Jahrhunderts hielt auch außerhalb Bayerns das Weizenbier Einzug in die hiesigen Gasthäuser. Nach dem Einschenken wurden 3 – 4 Reiskörner in das Bierglas geworfen, um das kristallklare Weizenbier perlen zu lassen und den Schaum zu stabilisieren.





Oldie" des Monats April 2017

Natron gegen Flecken auf Duschvorhängen

Natronpulver wird auf einem Tuch angefeuchtet und in das fleckige Vorhangmaterial eingerieben. Nach einer halben Stunde Einwirkzeit wird mit klarem Wasser abgespült.




Oldie" des Monats März 2017

Pudding wie zu Omas Zeiten

Man nehme:
1/2 Liter Vollmilch, 1 Prise Salz, 1/2 Vanillestange, 2 - 3 Eßlöffel Zucker, 45 Gramm Speisestärke, 1 Eigelb
Zubereitung:
Die Speisestärke mit dem Zucker, dem Eigelb und etwas Milch glatt rühren.
Die Restliche Milch in einem Topüf mit dem ausgeschabten Vanillemark unter ständigem Rühren zum Kochen bringen, die angerührten Zutaten mit dem Schneebesen einrühren, unter Rühren aufkochen lassen, in eine Schüssel oder in Portionsschälchen füllen, kühl stellen.

Noch heute wird in vielen Küchen, besonders in Italien, der Türkei ... diese Nachspeise traditionell ohne Verwendung von Fertigprodukten hergestellt. Der Geschmack ist natürlich und lecker und kann durch Zugabe von gerösteten Mandelstückchen, Kokosflocken usw. verändert werden.




"Oldie" des Monats Januar 2017

Wie reinigte man Backöfen vor der Erfindung des Sprays?

Möglichkeit 1

4 Tüten Backpulver mit Wasser mischen, auf die stark verschmutzten Stellen streichen und über Nacht einwirken lassen. Mit Wasser und Lappen entfernen.
Möglichkeit 2
3 EL Waschsoda mit warmem Wasser vermischen und auf die eingebrannten, stark verschmutzten Stellen auftragen, dabei Handschuhe benutzen! Nach 3 Stunden mit Wasser gründlich entfernen.
Möglichkeit 3
Normales Kochsalz auf den stark verschmutzten Backofenboden streuen. Ofen auf 50°C erwärmen, nach 45 Minuten den Ofen abkühlen lassen, mit feuchtem Lappen auswischen.





"Oldie" des Monats Dezember 2016

Wintermarmelade
(früher wurde der Begriff Marmelade auch für Konfitüre verwendet)

Vorsicht, macht manche süchtig!

250 g Feigen

250 g Datteln

250 g Trockenbananen

klein schneiden, in Wasser einen Tag einweichen, mit 1 - 2 frischen Bananen und einer Orange im Mixer zerkleinern




"Oldie" des Monats November 2016

Anmachholz wie in alten Zeiten

Durch herbstlichen Hecken- oder Baumschnitt gibt es reichlich Zweige, die sich im getrockneten Zustand zum Anfeuern des Kachelofens oder Kamins eignen. Dazu  die Zweige klein schneiden und jeweils eine handvoll in ein Zeitungsblatt einwickeln. Diese Portionspäckchen werden an einem trockenen Ort griffbereit gelagert und sind eine praktische Anzündhilfe.





"Oldie" des Monats Oktober 2016


In früheren Zeiten wurde Kohl vor dem ersten Frost geerntet und im Garten eingeschlagen, d. h. die Kohlköpfe wurden mitsamt Strunk und Wurzel, an der noch Gartenerde hing, im Garten schräg in eine tiefe Erdrille gestellt, dann wurde mit dem Spaten eine Schicht Erde gegen die Wurzeln geworfen, dann kam die nächste Reihe Kohlköpfe u. s. w.
Mit Jutesäcken und Stroh abgedeckt, konnte fast den ganzen Winter auf dieses Gemüse zurückgegriffen werden.




"Oldie" des Monats September 2016


Früher sagte man, Pilzgerichte dürften nicht aufgewärmt werden. Das ist überholt. Die zubereiteten Pilze müssen kalt aufbewahrt und beim wieder Aufwärmen kurz stark erhitzt werden.



"Oldie" des Monats August 2016
Eier in Mehl für den Postversand

Früher, besonders in Kriegszeiten, bekamen Stadtbewohner von bäuerlichen Verwandten Eier geschickt. Zuerst wurde Mehl in einen Karton gefüllt, dann wurden die Eier darin vergraben, damit sie während des Transports nicht zerbrachen. Außerdem konnte das Verpackungsmaterial Mehl noch zum Backen verwendet werden.



"Oldie" des Monats Juli 2016

Kapern-Ersatz

In DDR-Zeiten machte die Not oft erfinderisch. Wenn Kapern nicht im Angebot waren, sammelte man im Frühling die Knospen von Gänseblümchen. Sie wurden gewaschen, in ein Schraubglas gefüllt, mit Essig begossen und im Kühlschrank aufbewahrt. Schnittlauchknospen oder Kapuzinerkresse kann man ähnlich wie Kapern einlegen.






"Oldie" des Monats Juni 2016
Erbswurst ...

... ist eines der ältesten industriell hergestellten Fertiggerichte. 1867 entwickelt von Heinrich Grüneberg für die preußische Armee als eiserne Ration.
Später in 1889 wurde die Fertigung von der Firma Knorr übernommen als billiges und nahrhaftes Gericht. Wanderer und Bergsteiger wissen noch heute dieses Produkt zu schätzen, das in Portionstabletten in Rollenform angeboten wird und unbegrenzt haltbar ist. In Wasser aufgekocht, ergibt es schnell eine schmackhafte Suppe.



"Oldie" des Monats Mai 2016
Kaffee aufbrühen nach Omas Art

Die einfachste und umweltverträglichste Art des Kaffeekochens ist wieder in, allen Kapseln und Automaten zum Trotz. Und so einfach geht es:
Kaffeefilter auf die Kanne setzen, Papierfilter einlegen, Kaffeepulver einfüllen, mit kochendem Wasser aufbrühen, fertig!
Tipp: den Filter zuerst mit heißem Wasser anfeuchten, dann öffnen sich die Poren, was gut ist für das Aroma.
Tipp: Kaffeepulver mitsamt Filter nach dem Aufbrühen auf den Kompost geben, das düngt.





"Oldie" des Monats April 2016

Makramé-Blumenampeln

Blumentöpfe lassen sich sehr schön mit dekorativen Makramé-Ampeln dekorieren und aufhängen. Diese Knüpf-Technik ist recht einfach, und wenn man weißes oder farbiges Material nimmt, sieht es gar nicht so altmodisch aus.
Noch einfacher bastelt man Blumenampeln aus dickem Garn, das zu einem sehr groben Netz geknotet wird.





"Oldie" des Monats März 2016

Bauernregeln

Wertvolle Erfahrungen wurden früher von Generation zu Generation - meist in Versform - weitergegeben. Das hat sich eingeprägt und auch bewährt.
"Säst du im März zu früh, ist's oft vergeb'ne Müh."
Für Kartoffeln gilt: "Pflanzt Du mich im Mai, komm' ich schnell herbei."

Alljährlich gibt es bis in den Mai hinein die Gefahr von Bodenfrösten, die frischen Keime und Triebe würden erfrieren.
Die Eisheiligen haben Namen:
Mamertus am 11. Mai
Pankratius am 12. Mai
Servatius am 13. Mai
Bonifatius am 14. Mai
und die Kalte Sophie am 15. Mai

Dieser späte Kälteeinbruch kann sich auch um ein paar Tage verschieben.
Man muss die Pflanzen evtl. nachts mit Fleece abdecken.
Und für Bohnen - ebenfalls frostempfindlich - gilt, dass man sie nur leicht mit Erde bedecken soll, wenn man sie sät. Dazu heißt es: "Bohnen wollen die Glocken läuten hören" (durch die dünne Erdschicht).

 




"Oldie" des Monats Februar 2016

Zwiebelschalen ...

... eignen sich zum natürlichen Färben von Ostereiern. Sie werden dem Eierkochwasser zugefügt. Während des Kochens werden weiße Eier dadurch hellbraun, braune Eier bekommen eine satte Moccafarbe. Also: jetzt schon vorsorgen und die Zwiebelschalen sammeln.








"Oldie" des Monats Januar 2016

Warmhaltetrick - als es noch keine Mikrowellengeräte gab

Früher deponierte man Kochtöpfe mit heißem Inhalt unter der Bettdecke.
Die dicke Federschicht hielt Speisen lange warm, so dass auch die Kinder nach der Schule noch eine warme Mahlzeit vorfanden. Zum Transport auf das Feld wurden Kochtöpfe und Kannen mit Tee oder Kaffee dick in Decken und Pullover eingewickelt, die einen ähnlichen Effekt erzielten.




"Oldie" des Monats Dezember 2015
Zwiebelsirup

Der Zwiebelsirup ist ein uraltes Mittel bei Husten und Heiserkeit: Eine große Zwiebel ganz fein hacken, 3 EL Zucker oder Honig vermischen, in einem verschließbaren Glas 24 Stunden ziehen lassen, dann den Sirup teelöffelweise nehmen.



"Oldie" des Monats November 2015

Andreasnacht zum 30. November

Der heilige Andreas starb in der Nacht zum 30. November 60 n. Chr. Er ist nicht nur der Schutzheilige der Fischer, sondern auch der Liebenden und des Ehestandes.
Der Volksglaube sagt - und das haben auch die Brüder Grimm in ihren Sagen und Märchen verarbeitet -, dass diese Nacht dazu geeignet ist, den künftigen Ehepartner herauszufinden und an sich zu binden durch Bräuche wie z. B.: man isst eine Semmel in drei Bissen, wer einem danach als erster begegnet, soll es sein!




"Oldie" des Monats Oktober 2015

aus der Zeitung des HVK von 1965




"Oldie" des Monats September 2015

Fleischvorrat im Weck-Glas

Mit dem schnellen Griff zu einem gefüllten Einkochglas lässt sich spontan ohne die jedesmal aufwendigen Kochzeiten für Fleisch ein Mittagessen zubereiten.

Bei unserem Beispiel wurden Sturzgläser (zum leichteren Entnehmen) mit frischen Schweinerippchen gefüllt, zwei TL Salz, etwas Pökelsalz und Wasser zugeben, dann Gläser schließen und 2 Stunden bei 100° C einkochen.

Tipp: eingerolltes Eisbein, frisches Hackfleisch, angebratene Rouladen eignen sich ebenfalls






"Oldie" des Monats August 2015

Wespenplage


Eine gute Methode, lästige Wespen einzufangen, sind Flaschen, die mit Zuckerwasser und etwas Spülmittel zu einem Drittel befüllt werden. Die Flaschen werden im Garten in Bäumen oder an der Hauswand vor Kindern sicher aufgehängt und locken Wespen an. Sind diese erst einmal in der Flasche verschwunden, haben sie keine Chance. Die durch das Spülmittel entspannte Flüssigkeit hindert sie am Entkommen.




"Oldie" des Monats Juli 2015




aus der Zeitschrift "Die Kaffeestunde" der Hessen-Nassauischen Hausfrau
(Kassel, den 13. Oktober 1926)



"Oldie" des Monats Juni 2015


Durch das Anbrennen von Topflappen ist schon mancher Brand in der Küche entstanden. Man kann Topflappen jedoch so imprägnieren, daß sie fast unverbrennbar werden. Man taucht sie in eine Lösung von einem Dekagramm Alaun auf ein viertel Liter Wasser, dann läßt man sie am Herd trocknen. Werden Topflappen gewaschen, müssen sie anschließend erneut mit der Alaunlösung präpariert werden.
Aus "Das sichere Haus", München im Juni 1964




"Oldie" des Monats April 2015

Ein sehr gutes Düngemittel

sind Eierschalen, die man zerkleinert und in einem Gefäß sammelt. Sie werden mit Wasser begossen und müssen drei Wochen "auslaugen". Zimmerpflanzen gedeihen üppig, wenn sie mit diesem Eierschalendünger gegossen werden.



"Oldie" des Monats März 2015

Kreide ...

... im Schrank saugt Feuchtigkeit und unangenehme Gerüche auf. Dazu eine handvoll Kreidestücke in einem Organzasäckchen aufhängen.





"Oldie" des Monats Februar 2015

Viele Köche verderben den Brei ...

... heißt es seit langer Zeit. Doch es gibt eine Ausnahme. Vier Personen sollten einen Salat anmachen, damit er gelingt:
Ein Geizhals soll den Essig, ein Philosoph das Salz, ein Verschwender das Öl dazugeben und ein Künstler das Ganze mischen, damit es auch ein Augenschmaus wird.



"Oldie" des Monats Januar 2015

Wasserränder an Lederschuhen ...

... verschwinden, wenn Sie mit der Schnittfläche einer Zwiebel abgerieben werden.



"Oldie" des Monats Dezember 2014

Backstein als Fußwärmer


In den 50er und 60er Jahren des vorigen Jh. war es noch üblich, tagsüber Backsteine in oder auf Kachelöfen zu legen, damit sie sich aufheizen konnten. Um warme Füße auf dem Sofa oder im Bett zu haben, wurden die heißen Steine in Zeitungspapier gewickelt und zum anwärmen unter die Bettdecke gelegt. Zentralheizungen in Häusern waren nämlich noch weitgehend unbekannt.



"Oldie" des Monats November 2014
Soßenkuchen in der Wildsaison

Seit über 100 Jahren gibt es den fränkischen Soßenkuchen. Er wird nicht geknabbert, sondern Speisen zugesetzt, um sie leicht und charakteristisch zu würzen und Soßen anzudicken. Ein Klassiker ist der Fränkische Sauerbraten.

Dazu wird der Soßenkuchen zerkleinert, in Flüssigkeit eingeweicht und in den Bratenfond gerührt.
Inzwischen gibt es Rezepte für Wildgerichte, Gulasch, Schweinebraten sowie Suppen, Desserts und Gebäck, die mit Soßenkuchen verfeinert werden.



"Oldie" des Monats Oktober 2014
Zeitungspapier gegen Kälte und Nässe

Zeitungspapier zusammenfalten und in Schuhe oder Gummistiefel legen. Der isolierende Effekt hilft gegen Kälte.

Durchnässte Schuhe trocknen schonend, wenn sie mit zerknüllter Zeitung ausgestopft werden. Solange wiederholen, bis alle Nässe aufgesaugt ist.
Heißer Tipp von einem älteren Motorradfahrer, der vor vielen Jahren, als es noch keine Hightech-Motorrad-Kleidung gab, zum Schutz vor Zugluft und Kälte eine Zeitung unter der Jacke trug.


 
"Oldie" des Monats September 2014

Beginnt im September wieder die Austern- und Muschelsaison?

 
Austernernte in Zuchtsäcken - Cancale, Nordfrankreich


Dass in den Monaten ohne "r" keine Muscheln und Austern verzehrt werden sollen, wird schon seit langer Zeit behauptet. Die Angst vor dem Genuss dieser Meeresfrüchete in den Monaten von Mai bis Juli rührt daher, dass es während der Sommermonate großes Algenwachstum gibt und dadurch Giftstoffe über das Meerwasser zu den Muschel- und Austernbänken gelangen können.
Tatsache ist, dass die Züchter selbst diese Meeresfrüchte ganzjährig angstfrei auf dem Speiseplan haben.
Sie argumentieren so:
Die Sorge der Verbraucher ist eher im Verderb durch lange Transportwege und unsachgemäße Lagerung begründet. Muscheln und Austern verderben sehr schnell, wenn sie nicht direkt vermarktet und mit Unterbrechungen der Kühlkette ausgeliefert werden. Abhilfe schafft inzwischen das Tiefgefrieren mit Meerwasser, besonders im Hinblick auf den Bedarf von Restaurants, die sich darauf spezialisiert haben. Daher kann man ungefährdet ganzjährig Meeresfrüchte genießen. Wichtig ist bei Muscheln, dass sie ca. 5 Min gut aufgekocht werden und noch 5 Min im geschlossenen Topf garziehen. Muscheln, die sich nicht öffnen, sind nicht zum Verzehr geeignet.


"Oldie" des Monats August 2014
Was die Römer schon machten ...

... ist überliefert, das können wir auch heute noch, nämlich bei verdorbenem Magen ein frisches Salbeiblatt 10 Minuten lang gut kauen. Dabei nimmt die Mundschleimhaut alle Säfte des Blattes auf und die Bitterstoffe des Blattes bringen die gestörte Verdauung sehr schnell wieder in Ordnung.


"Oldie" des Monats Juli 2014
Bernstein polieren

Mit der Zeit kann Bernsteinschmuck matt werden.
Aufpolieren lässt er sich, indem man etwas Zahnpasta auf ein trockenes Tuch gibt, den Bernstein solange darauf in kreisenden Bewegungen reibt, bis er wieder glänzt.
Zahnpastareste werden unter fließendem Wasser mit einer weichen Zahnbürste entfernt.




"Oldie" des Monats Juni 2014

Zitronenmelisse-Sirup

1 l Wasser aufkochen
1 kg Zucker darin auflösen, abkühlen lassen
20 g Zitronensäure einrühren
150 g Zitronenmelisse-Blätter ohne Stiel
1/2 unbehandelte Zitrone in Scheiben schneiden
alle Zutaten vermischen
2 - 3 Tage an einem kühlen Ort durchziehen lassen, zwischendurch umrühren
danach den Sirup durch ein Sieb gießen und in Flaschen füllen

Sirup mit gekühltem Mineralwasser oder Sekt vermischen


"Oldie" des Monats Mai 2014

Eine alte Bauernregel heißt:

"Pflanzt Du mich im April, komm ich, wann ich will,
pflanzt Du mich im Mai, komm ich schnell herbei."
Darin steckt der alte Erfahrungswert, dass z. B. Bohnen oder Kartoffeln, die sehr früh in die Erde gelegt werden, einerseits durch den kalten Boden nicht keimen können oder bereits Anfang Mai mit frischem Grün aus der Erde sprießen. Die ersten frischen oberirdischen Blätter sind jedoch empfindlich gegenüber den Nachtfrösten der Eisheiligen Mitte Mai. Aber auch für andere Pflanzen können die späten Fröste gefährlich werden.
Große Anbaubetriebe decken ihre Felder mit Folie ab.

Nachtfrostgefahr besteht in der Zeit der sog. "Eisheiligen", das sind jährlich wiederkehrende Spätfrosttage
11. Mai: Mamertus
12. Mai: Pankratius
13. Mai: Servatius
14. Mai: Bonifatius
15. Mai: Kalte Sophie
 
"Vor Nachtfrost Du nie sicher bist, bis Sophie vorüber ist."


"Oldie" des Monats April 2014

Osterbrauchtum aus einem Dorf in Nordhessen

Der Brauch ist alt: Das Spektakel des Eierlaufs zu Ostern auf dem Sportplatz war eine amüsante Unterhaltung für Jung und Alt, auf die man sich schon lange freute. Dieser Eierlauf mit rohen Eiern wurde von zwei jungen Burschen bestritten, die gegeneinander antraten. Eine Eierreihe mit 100 rohen Eiern im Abstand von je 1 m wurde ausgelegt. Einer der beiden jungen Männer musste die Eier einsammeln, das am weitesten entfernte zuerst. Bei jeder Umrundung durfte nur ein Ei aufgenommen werden und musste in den an der Ziellinie stehenden Korb gelegt werden, d. h. schnell rennen, ein Ei greifen, zurück, Ei in den Korb, auf zum nächsten Ei ...
Der andere musste eine entsprechende Wegstrecke bis zum nächsten Ort und wieder zurück laufen. Wer zuerst fertig war, hatte natürlich gewonnen und musste im nächsten Jahr seinen Titel verteidigen.
Dieser Brauch dauert bis heute an und wird jedes Jahr vor vielen Zuschauern zelebriert.

Für die Kinder war Ostern meistens ein Krankheitstag. Das lag daran, dass die hart gekochten Ostereier traditionsgemäß einen Abhang hinuntergerollt wurden, möglichst so, dass sie nicht kaputtgingen. Das glückte natürlich nicht immer und hatte zur Folge, dass das gequetschte Osterei auf der Stelle gegessen werden musste. Am Ende dieses Spaßes gab es für die meisten wegen des Konsums der vielen Eier schwere Bauchschmerzen!


"Oldie" des Monats März 2014

... für die Zeit nach Aschermittwoch


aus: Küchengeheimnisse und Schmankerln von 1850 aus Süddeutschland


"Oldie" des Monats Februar 2014
Winterzeit ist Erkältungszeit!

Unsere Großmütter hatten eine Waffe zur Schnupfenbekämpfung, die uns heute völlig unbekannt ist und auch befremdlich erscheint: ansteigend heiße Fußbäder mit Rosmarin oder Beifußkräutern. Kamen Halsschmerzen dazu, wurde weiche Butter auf ein Baumwolltuch gestrichen und dieses Tuch mit der Butterseite an den Hals gelegt, das Ganze mit einem alten Schal umwickelt, es musste über Nacht wirken.


"Oldie" des Monats Januar 2014
Bolus oder Pfeifererde: eine Art Ton, die Fett ansaugt. Mit Wasser zu Brei anrühren, aufstreichen.
Anwendungsbeispiel in der hauswirtschaftlichen Ausbildung der 1920er Jahre:




"Oldie" des Monats Dezember 2013
Advents- und Weihnachtsschmuck wie er früher war



anstelle eines Adventskranzes vier Kerzen in Einkoch-Gläsern auf einen Teller stellen
mit Bändern, Zweigen, Zapfen pp. verzieren
Diese Dekoration ist auch für außen geeignet: falls es regnet oder schneit, passende Glasdeckel auf die Weckgläser legen.

individueller Weihnachtsbaumschmuck ist schnell hergestellt:
Tannen- und Kiefernzapfen sowie Nüsse mit Gold- oder Silberbronze bemalen
Tannen- und Mistelzweige mit roten Bändchen verzieren
Mini-Äpfel und Plätzchen an Bändchen aufhängen
dazu Bienenwachskerzen benutzen, das duftet angenehm - Vorsicht Brandgefahr!


"Oldie" des Monats November 2013
Bucheckern

In den Nachkriegsjahren wurden die Kinder in den Wald geschickt zum Sammeln von Bucheckern, die an Ölmühlen geliefert wurden. Für den Hausgebrauch wurden sie in der Pfanne geröstet und danach geschält. So hatte man etwas Nussiges zum Knabbern oder fügte es Nudelgerichten oder Bratenfüllungen zu, wofür wir heute Pinienkerne nehmen.
Also: Augen auf beim nächsten Waldspaziergang!



"Oldie" des Monats Oktober 2013
Dr. Zwiebel - was die Älteren noch wussten

Genau das, was in der Zwiebel riecht, macht sie so gesund: die scharf beißenden, schwefelhaltigen ätherischen Öle, die wie natürliche Antibiotika wirken. Das hat man sich schon zu allen Zeiten zu Nutze gemacht.
Der Zwiebelsirup ist ein uraltes Mittel bei Husten und Heiserkeit:
Eine große Zwiebel ganz fein hacken, mit je drei Esslöffeln Zucker und Honig vermischen, in einem verschließbaren Glas 24 Stunden aufheben, dann den Sirup teelöffelweise nehmen.


"Oldie" des Monats September 2013
Butterkühler


Bei sommerlichen Temperaturen ist Butter im allgemeinen am besten im Kühlschrank aufzubewahren. Leider ist sie dann zu hart, um sie auf das Brot zu streichen. Eine bewährte Alternative ist die Verwendung eins Butterkühlers, der die Streichfähigkeit gewährleistet.
Das System besteht aus einem Unterteil (z. B. aus Ton*), in das kaltes Wasser eingefüllt wird und einem mit Butter gefüllten Oberteil, das in den "Wassertopf" gestülpt wird. Die Butter ist somit "wassergekühlt" und ständig streichzart. Das Wasser sollte einmal täglich neu eingefüllt werden.
*)Bei Behältern aus Ton ist es wichtig, dass sie bei hohen Temperaturen im Brennofen gebrannt wurden.
In porösen Billigprodukten oxidiert die Butter durch das Eindringen von Sauerstoff und wird ungenießbar.

Bevor es Kühlschränke gab, wurde Butter bereits in Pergamentpapier verpackt und im kalten Keller auf Sandsteinplatten gelagert oder in einem Behälter mit ausreichend Wasser aufbewahrt. Die Butterstücke wurden mit Steinen beschwert, damit sie nicht an die Wasseroberfläche gelangen konnten.


"Oldie" des Monats August 2013
Tau-Treten nach Kneipp*)

Eine alte Kneippsche Anwendung zur Ankurbelung des Kreislaufs ist das Barfußlaufen frühmorgens im taunassen Gras. Besonders wirkungsvoll ist das Tau-Treten im Storchenschritt auf einer frisch gemähten Wiese, es gleicht einer Fußmassage. Durch die kühle Feuchtigkeit werden die Fußsohlen stimuliert. Bei täglicher Anwendung tritt eine Abhärtung ein. Ganz mutige setzen diese Anwendung fort bis in die kalte Jahreszeit. Auch kurzes Barfußlaufen im Schnee ist dann möglich, wenn die Füße sich über einen längeren Zeitraum gewöhnt haben. Wichtig ist es, die Füße nicht abzutrocknen, sondern sofort Socken überzuziehen. Eine andere Möglichkeit ist das Wassertreten in speziellen Wassertret-Becken, die in vielen Gemeinden zu finden sind oder zu Hause in einem genügend großen Gefäß.

*)Sebastian A. Kneipp, Priester und Hydrotherapeut (1821-1897)



"Oldie" des Monats Juli 2013
Fenstersprühreiniger selbst herstellen

Eine leere Sprühflasche wird fast voll mit frischem Wasser gefüllt. Dazu kommen einige Tropfen Geschirrspülmittel. Fertig. Diese Mischung reicht aus, um außer leicht verschmutzten Fenstern, Glasduschen, Wandfliesen auch sonstige glatten Flächen zu reinigen.
Anwendung: den Sprühreiniger leicht aufsprühen/vernebeln, sofort mit einem fusselfreien Tuch nachwischen. Lediglich stark verschmutzten Oberflächen muss man mit einem Putzeimer zuleibe rücken.

Wichtig: Die Sprühflasche nicht schütteln, um unnötige Schaumbildung zu vermeiden.



"Oldie" des Monats Juni 2013

Kartoffelkäfer sammeln

Die gepflanzten Kartoffeln haben inzwischen bereits Kraut gebildet, in das sich mit Vorliebe Kartoffelkäfer einnisten. Sie werden eingesammelt und vernichtet, so können sie keinen Schaden anrichten. Früher haben sich Kinder beim Bauern mit kleinen Behältern auf die Kartoffelkäferjagd begeben für ein Taschengeld.



"Oldie" des Monats Mai 2013

Bauernregeln für Kartoffeln

Kartoffeln dürfen nicht zu früh gelegt werden. Daher gilt:
Pflanzt Du mich im Mai, komm ich schnell herbei.
Pflanz mich im April, komm ich, wann ich will.



"Oldie" des Monats April 2013

Kochkäse
selbst herstellen

200
g
Handkäse
und
 200g
Schmelzkäse natursowie
 200g
Butterbei mittlerer Hitze in einem beschichteten Topf
schmelzen lassen, dabei umrühren
 200gMagerquarksowie
 150g
Schmandzufügen, Käsemasse unter Rühren erwärmen
 1TLKümmel
(ganz oder gemahlen) und
 1 TLSpeisenatron
dazugeben und weiter gut umrühren
kurz aufwallen lassen
vom Herd nehmen
in eine Schüssel umfüllen
bis zum Erkalten mehrmals umrühren,
damit sich keine Haut auf der Oberfläche bildet










"Oldie" des Monats März 2013
Efeu als Waschmittel

Mit ein paar Efeublättern in der Waschmaschine wird dunkle, bzw. schwarze Kleidung wieder farbintensiv.
Die Temperatur sollte höchstens 40 °C betragen. Dieses Verfahren kommt auch schwarzen Jeans und T-Shirts zugute. Angeblich wurden bereits vor Jahrhunderten in den Klöstern die schwarzen Kutten mit Efeu gewaschen …



"Oldie" des Monats Januar 2013

Bauernregeln für Januar

Ist der Paulustag gelinde, folgen im Frühjahr rauhe Winde. (14. Januar)
Wie das Wetter an Marzellus war, wird's im September trüb oder klar. (16. Januar)
Sonnenschein um Fabian und Sebastian, lässt den Tieren das Futter ausgahn. (20. Januar)
Hat der Vinzenz Wasserflut, ist es für den Wein nicht gut. (22. Januar)
Timotheus bricht das Eis, hat er keins, dann macht er eins. (26. Januar)
Friert es hart auf Virgilius, im März noch viel Kälte kommen muss. (31. Januar)



"Oldie" des Monats Dezember 2012
Vanillepudding auf Früchten - altmodisch, aber schnell und lecker


in 4 Dessert-Schälchen oder kleine Gläser (s. Foto) je 1 gehäuften EL beliebige gefrorene Früchte füllen mit etwas Zucker bestreuen

400 ml Vollmilch und 2 EL Zucker in einem Topf erhitzen
100 ml Vollmilch mit 1 P Vanillepudding anrühren
in die kochende Milch einrühren und aufkochen lassen
sofort auf die Früchte der vier Portionsschälchen bzw. -gläser füllen
Fertig!

Tipp: der Vanillepudding kühlt sehr schnell ab durch die gefrorenen Früchte und kann sofort genossen werden.
Tipp: kleine Gläser mit Deckel sind sehr praktisch, wenn das Dessert am Tag vorher zubereitet wird - im Kühlschrank aufbewahren.
Tipp: durch die Zugabe von echter Vanille wird das Dessert aromatischer



"Oldie" des Monats November 2012
Eierkonservierung in früherer Zeit

Dass es ganzjährig frische Eier zu kaufen gibt, ist nicht selbstverständlich. Erst spezielle Züchtungen von schwer arbeitenden Legehennen haben dazu geführt, dass wir uns keine Sorgen um die Verfügbarkeit von frischen Hühnereiern machen müssen. Als Hühner noch auf Bauernhöfen in kleiner Anzahl für den Eigenbedarf gehalten wurden, gab es durchaus eierfreie Zeiten, die dadurch überbrückt wurden, dass man in ertragreichen Monaten Eier für die legefreie Zeit im Herbst, wenn die Hennen sich in der "Mauser" befanden und fast nackt durch das Leben liefen, Eier konservieren musste. Eine probate Methode auf Bauernhöfen bestand darin, die Eier in dem für den Winter angelegten Gerstenbestand zu vergraben. Die Gerste hat für ein gleichbleibendes frostfreies Klima gesorgt, rohe Eier hielten sich bis in die Weihnachtszeit. Ein anderes Hilfsmittel war das Einlegen der Eier in eine Wasserglas/Garantol-Lösung, die ebenfalls konservierende Eigenschaften hatte. Frische saubere Eier wurden in einen Tontopf geschichtet, darüber goss man Wasser und Garantol 4 : 1. Die Eier hielten sich bei kühler Lagerung 4 - 5 Monate, konnten allerdings nicht mehr zu Spiegelei oder Bisquitteig verwendet werden, da sich Eigelb und Eiweiß durch diese Konservierungsart miteinander verbanden. An die "haushaltsführende Person" wurden angesichts des Bedarfs an Gebäck und Kuchen in der Vorweihnachtszeit erhöhte Anforderungen gestellt - im Gegensatz zu heute, da man ja fast ganztags in gutsortierten Supermärkten einkaufen kann!



"Oldie" des Monats Oktober 2012
Ingwertee


Seit über 3000 Jahren wird Ingwer wegen seiner gesundheitsfördernden Wirkung geschätzt. Ingwertee lässt sich sehr einfach zubereiten, indem einige dünne Scheiben frischer Ingwerwurzel mit kochend heißem Wasser übergossen werden. Er muss einige Minuten ziehen und kann warm oder kalt getrunken werden. Am häufigsten wird Ingwer angewandt bei Erkältungen und grippalen Infekten sowie Magen- und Darmproblemen. Außerdem wird dem Ingwer nachgesagt, dass er den Appetit zügelt und somit Heißhunger verhindert.



"Oldie" des Monats September 2012

Auch früher haben unsere Mütter und Großmütter bereits für Sauberkeit im häuslichen Bereich gesorgt mit sehr übersichtlichen Mitteln. Zu den mechanischen Hilfen wie Bürsten, Schwämme, Saugglocke usw. gab es Schmierseife und Scheuerpulver sowie Haushaltsessig, allenfalls gab es noch normales Spülmittel. Theoretisch könnten wir mit diesen geringen Mitteln unser Haus auch heute noch in Ordnung bringen.



"Oldie" des Monats August 2012

Ganz in Vergessenheit geraten ist die uralte Zubereitung von Marmelade & Co ohne jede Zuhilfenahme von Geliermitteln. Lediglich Obst und Zucker im Verhältnis 1:1 wurden solange gekocht, bis die Masse geliert war (Gelierprobe). Der Nachteil dieser Methode ist die Zerstörung von Vitaminen durch die lange Kochzeit. Als kleiner Trick galt die Zugabe von stark pektinhaltigen Früchten wie Äpfel oder Quitten oder Zitronensaft.



"Oldie" des Monats Juli 2012
Haushälterisches Handeln - ohne Kommentar!



"Oldie" des Monats Juni 2012
Holunderblütensirup

wird nach einer alten Konservierungsmethode hergestellt (Flüssigkeit und Zucker im Verhältnis 1:1) und eignet sich gut zum Verfeinern von Speisen und Getränken. Wasser, Mineralwasser oder Sekt mit einem kleinen Schuss Sirup bekommt einen erfrischenden leckeren Geschmack. 2 Liter Wasser aufkochen und erkalten lassen 2 kg Zucker einrühren

   
20 große Dolden in das erkaltete Zuckerwasser tauchen
60 g Zitronensäure (aus der Apotheke) unterrühren
3 unbehandelte Zitronen (Schale zum Verzehr geeignet) in Scheiben schneiden und obenauf legen, die Holunderblüten sollen nicht aus der Flüssigkeit ragen. Zugedeckt eine Woche ziehen lassen, hin und wieder umrühren, damit sich der Zucker auflöst. Den fertigen Sirup durch ein feines Sieb oder Tuch abgießen und in heiß ausgespülte Flaschen füllen. Verschließen und kühl aufbewahren. Der Sirup hält sich (wenn er nicht vorher aufgebraucht ist) ein ganzes Jahr.



"Oldie" des Monats Mai 2012

Eier abschrecken???
Vermutlich aus alter Gewohnheit und weil diese Vorgehensweise überliefert ist, werden Eier nach dem Kochen abgeschreckt. Dadurch soll sich die Eierschale besser ablösen lassen. Erwiesen ist jedoch, dass die Abschreckerei keinen Einfluss darauf hat, ob sich ein Ei leicht oder schwierig abpellen lässt.
Es ist so, dass frische Eier immer schwieriger zu pellen sind als jene, die bereits ein oder zwei Wochen alt sind. Das hat mit der Veränderung des Ei-Inneren zu tun. Will man ein hart gekochtes Ei haben, das nach dem Schälen nicht zerrupft aussieht, sollte man zu etwas älteren Exemplaren greifen.
Das Abschrecken mit kaltem Wasser empfiehlt sich jedoch, wenn der Garprozess schnell unterbrochen werden soll, so dass das Frühstücksei löffelweich bleibt und nicht nachgart.


"Oldie" des Monats April 2012
Ein sehr gutes Düngemittel ...

… sind Eierschalen von frischen Eiern, die man zerkleinert in einem Topf sammelt. Sie müssen dann drei Wochen in dem fest verschlossenen Gefäß unter Wasser auslaugen. Zimmerpflanzen gedeihen üppig, wenn man sie mit dieser Lauge dreimal wöchentlich düngt.



"Oldie" des Monats März 2012
Gefrierschrank abtauen

Für alle, die es noch nicht erledigt haben, unser Last-Minute-Tipp:Frostige Außentemperaturen sind ideal zum Abtauen und Reinigen von Gefrierschränken und -Truhen. Das Gefriergut wird nach dem Ausräumen abgedeckt in Behältern ins Freie gestellt. In der Zwischenzeit muss das Gerät schnell abgetaut und gereinigt werden. Dies ist auch die beste Gelegenheit, das Gefriergut zu kontrollieren und zu sortieren.



"Oldie" des Monats Februar 2012
und nochmals Hirschhornsalz

Eine Mischung aus Hirschhornsalz und etwas Salmiakgeist in Wasser gelöst ist ein vorzügliches Reinigungsmittel für Flecken auf Ledergegenständen.



"Oldie" des Monats Januar 2012
Heißer Tipp gegen große Kälte


Altbewährte Schaffelle wärmen auf kalten Autositzen und kühlen Ledersesseln, als Unterlage im Bett in kalten Nächten und zum Einmummeln von kleinen Kindern auf Schlitten oder im Kinderwagen. Sie wirken im Sommer und im Winter temperatur- und feuchtigkeitsausgleichend und haben durch das Wollfett einen natürlichen Schutz vor Verschmutzung. Die Felle werden regelmäßig gelüftet, ausgeschüttelt und nur bei echter Verschmutzung in mildem Wollwaschmittel gewaschen.



"Oldie" des Monats Dezember 2011
Barbarazweige


Am 4. Dezember ist der Tag der Heiligen Barbara (Schutzpatronin gefährlicher Berufe), die ca. 300 n. Chr. vermutlich in Asien lebte. Sie gilt als Märtyrerin, weil sie sich gegen väterlichen Willen dem Christentum zuwandte, in Gefangenschaft kam und auf dem Weg zum Gefängnis an Zweigen hängen blieb. Einen davon nahm sie mit, stellte ihn ins Wasser. Der Zweig begann an dem Tag zu blühen, als sie zum Tode verurteilt wurde. Der Barbaratag wird auch noch heute von Angehörigen gefährlicher Berufe gefeiert. Vor dem Hintergrund dieser Märtyrergeschichte werden am 4. Dezember Zweige von Forsythien, Haselnüssen, Kirsch- oder Apfelbäumen geschnitten und in eine Vase mit Wasser gestellt, sie erblühen um die Weihnachtszeit.



"Oldie" des Monats November 2011
Aus gegebenem Anlass: "Oikonomia"

Über die Hauswirtschaft wurde schon vor über 2000 Jahren nachgedacht. Man verlangte von einem guten Hausvater eine „Ethik des Masses, die Ausgaben dürfen nicht höher sein als die Einnahmen". Danach versuchen auch heute die meisten Haushalte zu leben. Wer als erster darüber nachdachte, war ein Grieche! Aristoteles, der griechische Philosoph der Antike, verfasste seinerzeit Schriften über die Hauswirtschaft unter dem Titel "Oikonomia". Und was macht das Land, das uns die Ökonomie beschert hat, heute?



"Oldie" des Monats Oktober 2011
Möhrensuppe als Heilmittel


500 g geschälte Karotten in einem Liter Wasser eine Stunde lang kochen, danach pürieren, mit kochendem Wasser zu 1 Liter auffüllen, mit 3 g Salz abschmecken. Wichtig ist, dass die Karotten eine Stunde lang kochen, um die Durchfall-Bakterien zu bekämpfen. Sofort bei Beginn der Beschwerden soll mehrmals am Tag von dieser Suppe gegessen werden. (Professor Ernst Moro bekämpfte bereits Anfang des 20. Jh. in der Heidelberger Kinderklinik erfolgreich Durchfall-Erkrankungen bei Kindern.)



"Oldie" des Monats September 2011
Eingelegte Rote Bete im Steintopf

Frische, kleine Rote Bete unter fließendem Wasser reinigen, ohne die Schale zu verletzen, die Blätter abdrehen und die Wurzel nicht zu kurz abschneiden, damit die Rüben nicht ausbluten, in Salzwasser vorkochen, kurz in kaltem Wasser abschrecken, die Haut lässt sich dann mit den Fingern ablösen, Rote Bete in Scheiben schneiden, ein Stück frischen Meerrettich in Stückchen schneiden, beides abwechselnd mit etwas Kümmel in einen Steintopf schichten, milden Weinessig erhitzen, darüber gießen, die roten Bete müssen vom Essig bedeckt sein. Den Topf mit Pergamentpapier abdecken, kühl stellen, durchziehen lassen. Nach ein paar Tagen hat man eine schnelle Beilage zu Kartoffel- oder Nudelaufläufen, Eierspeisen und Fleischgerichten.



"Oldie" des Monats August 2011
Rosen-Raum-Duft


In eine Flasche werden stark duftende Rosenblätter gestopft, die zarten Blätter möglichst dabei nicht zerdrücken, auf jede Schicht Blätter etwas Salz geben, zuletzt ein wenig Weingeist darüber gießen und die Flasche gut verschließen. An einem kühlen Ort aufbewahren. Wenn Sie nun ein Zimmer voll Rosenduft haben möchten, stellen Sie die geöffnete Flasche darin einige Zeit auf.



"Oldie" des Monats Juli 2011
Die Fliegen von dem Fleische abzuhalten

(aus Küchengeheimnisse ... von 1850 aus Süddeutschland)

Wenn man das Fleisch mit Estragon (ein bekanntes Suppenkraut) einreibt, so hält dieses Mittel die Fliegen vom Fleische ab.



"Oldie" des Monats Juni 2011
Was tun bei übergekochten Speisen?

Übergekochte Milch oder andere Speisen, die auf die heiße Herdplatte gelaufen sind, werden reichlich mit Haushaltssalz bestreut. Dadurch wird unangenehmer Geruch gemindert, das noch stärkere Einbrennen wird verhindert und die Reinigung wird erleichtert. Die Rückstände lassen sich mit einem Schaber vom Ceranfeld lösen. Dieses Verfahren ist alt bewährt und hat schon vor Jahrzehnten auf Kohleherden funktioniert.



"Oldie" des Monats Mai 2011
Waldmeisterbowle

Der Waldmeister wird am besten frühmorgens vor der Blüte gepflückt und bis zum Gebrauch ausgebreitet im Keller aufbewahrt. Leicht angewelkte Kräuter haben das beste, ganz frische das schwächste und trockene ein heuartiges starkes Aroma. Ein Bündel Waldmeister wird so in den gekühlten Wein gehängt, dass die Schnittstellen über der Oberfläche bleiben. Nach fünf Minuten Kostprobe machen, wenn genügend Aroma ausgezogen ist, den Waldmeister entnehmen. Eiskühlung und Sekt an Maibowle wird für verfehlt gehalten.



"Oldie" des Monats April 2011
Alte Verfahren, Eier zu färben

Eier braun färben: Gesammelte Zwiebelschalen und zwei bis drei Beutel schwarzen Tee in einen Topf mit ausreichend kaltem Wasser geben, möglichst braune Eier darin hart kochen, herausnehmen, mit kaltem Wasser abschrecken, abtrocknen, mit Öl oder Speckschwarte einreiben. Die so gefärbten Eier bekommen ganz viele verschiedene braune Farbnuancen. Strukturen, die durch natürliche Kalkablagerungen auf der Schale vorhanden sind, werden sichtbar. Die natürlich gefärbten braunen Eier sehen in dem grünen Osternest sehr schön aus und sind besonders für Allergiker zu empfehlen, die keine künstlichen Farbstoffe vertragen.

Einen Batik-Effekt erreicht man, wenn auf die rohen Eier kleine Pflanzenblätter gelegt werden. Um diese Blätter zu fixieren, wird jedes dekorierte Ei mit einem Nylonstrumpf überzogen, der zugeknotet werden muss. Danach werden die Eier nach Wunsch hart gekocht, aus den Strümpfen genommen, nach Ablösen der Blätter zeigt sich das Muster, zum Schluss noch einfetten.

Einen weiteren Effekt kann man erzielen, indem man Wattestäbchen in Essig oder Zitronensaft taucht und die Eier betupft (Pünktchen oder Striche). Die Säure ätzt die Farbpigmente weg, der Vorgang ist unschädlich. Zum Schluss das einfetten nicht vergessen.



"Oldie" des Monats März 2011
Lästiger Zwiebelgeruch an den Händen ...

... verliert sich, wenn die Hände mit frischem Zitronensaft eingerieben und danach kalt abgewaschen werden. Es eignen sich auch Limetten oder Orangen. Wichtig ist, die Hände nicht mit warmem, sondern mit kaltem Wasser zu reinigen, da sich die Hautporen durch warmes Wasser öffnen und der Geruch dadurch verstärkt wird. Es gibt Menschen, die schwören auf die Salzmethode: etwas Salz mit etwas kaltem Wasser vermischen, die Hände damit einreiben, danach mit kaltem Wasser abspülen.



"Oldie" des Monats Februar 2011
Warme Füße wie zu Großmutters Zeit

In eine geeignete hohe Schüssel oder einen Eimer warmes Wasser und 2 EL Meersalz füllen, Füße hineinstellen, mit heißem Wasser nach und nach auffüllen, bis 38 bis 40 °C erreicht werden. Fünf Minuten Fußbad nehmen. Danach Füße sofort mit Tuch trockenrubbeln, Stricksocken anziehen.

Tipp: Es gibt wärmende Fußcremes, die die Haut - vor allem im Winter - pflegen. Sofort nach dem Fußbad anwenden.



"Oldie" des Monats Januar 2011
(zeitloses) Rezept für das neue Jahr

Man nehme 12 Monate, putze sie ganz sauber von Bitterkeit, Geiz, Pedanterie und Angst, zerlege jeden Monat in 30 oder 31 Teile, so dass der Vorrat genau für ein Jahr reicht. Es wird jeden Tag einzeln angerichtet aus einem Teil Arbeit und zwei Teilen Frohsinn und Humor, man füge 3 gehäufte Esslöffel Optimismus hinzu, einen Teelöffel Toleranz, ein Körnchen Ironie und eine Prise Takt. Dann wird die Masse reichlich mit Liebe übergossen. Das fertige Gericht schmücke man mit Sträußchen kleiner Aufmerksamkeiten und serviere es täglich mit Heiterkeit.

Katharina Elisabeth Goethe (1731 – 1808) Mutter von Johann Wolfgang von Goethe



"Oldie" des Monats Dezember 2010
Met als Heilmittel

Met ist ein germanisches Kult-Getränk aus vergorenem Honig und Wasser. Von den Germanen lernten es die Römer kennen, sie ersetzten Wasser durch Wein und nannten es "mulsum". Schon antike Lehrbücher setzten die Heilkräfte von Met gegen Magen- und Darmbeschwerden, als Brech- und Abführmittel bei Vergiftungen, gegen Geschwüre und Entzündungen ein. Die Römer verwendeten ihr Mulsum, mit den unterschiedlichsten Zutaten gemischt, gegen eine Vielzahl von Krankheiten: "... mit Zusatz von fein gestoßenen Haselnüssen zur Bekämpfung chronischen Hustens, mit Weidelgras vermengt gegen Hüftschmerz, mit Steinlinsenmehl gemischt für Frauen zur Wiedergewinnung einer gewissen Körperfülle nach Krankheiten und bei Auszehrung."

Und hier noch ein Geschenktipp:

Selbst gemachter Senf

100

g

Senfkörner

fein mahlen
(in der Kaffeemühle oder im Blitzhacker) das Senfmehl mit

80

ml

Wasser

und

60

ml

Weinessig

sowie

1

EL

Salz

und

2

EL

Zucker

vermischen, mit einem Handrührgerät einige Minuten zu einer homogenen Masse verarbeiten, der Senfbrei wird dabei zunehmend dicker


den fertigen Senf in kleine Gläser füllen, mit einem Twist-Off-Deckel verschließen und im Kühlschrank aufbewahren –
nach 2 Tagen hat der Senf sein Aroma entwickelt, er ist zum baldigen Verzehr bestimmt

der Senf kann geschmacklich auf vielerlei Arten abgewandelt werden

der Zucker kann durch Honig ersetzt werden

die Geschmacksrichtung kann durch Bärlauch, Curcuma, Meerrettich, Ingwer oder Feigen verändert werden



"Oldie" des Monats November 2010
Apfelbutter - nach einem Rezept der Amish People

Amish People (USA) führen ein sehr stark agrarbetontesm Leben und versorgen sich weitgehend mit eigenen Produkten. Vieles, was inzwischen als Fortschritt angesehen wird, lehnen sie ab. Das führt in der Ernährung dazu, dass auch Konservierungsmittel nicht verwendet werden. Alte Methoden der Haltbarmachung kommen zum Einsatz. Die Apfelbutter dient in diesem Zusammenhang als perfektes Beispiel, sie kommt ohne Zusatzstoffe aus und stellt eine Parallele zu unserem klassisch selbst zubereiteten Zwetschgen-Mus dar. Das Prinzip besteht darin, dass zerkleinerte Zwetschgen oder Äpfel bei geringer Zuckerzugabe so lange bei niedriger Temperatur im Topf auf dem Herd oder im Backofen in der Fettpfanne erhitzt werden, bis die Flüssigkeit so weit verdunstet ist, dass ein haltbarer Fruchtbrei entstanden ist. 2,5 kg Äpfel schälen, in kleine Würfel schneiden, 250 ml Weißwein oder Cidre mit den Äpfeln in einem Topf aufkochen, 2 Std im offenen Topf köcheln lassen bei niedrigster Temperatur, dabei immer wieder umrühren, nach 2 Std 100 g braunen Zucker unterrühren und weitere 2 Std im offenen Topf köcheln lassen - rühren nicht vergessen - danach evtl. würzen mit Zimt, Kardamom, Nelken und erneut aufkochen.

Die fertige "Apfel-Butter" in Twist-Off-Gläser füllen.



"Oldie" des Monats Oktober 2010
Zitronenmelisse-Sirup - schnell hergestellt

An heißen Tagen ist ein Getränk aus Mineralwasser und einem Schuss Zitronenmelisse-Sirup erfrischend, dazu
1 l Wasser in einem Topf aufkochen
1 kg Zucker darin auflösen
25 g Zitronensäure (aus der Apotheke) zufügen
3 unbehandelte Zitronen in Scheiben schneiden
mit einer Handvoll Zitronenmelisse in die Zuckerlösung geben
2 Tage ziehen lassen, hin und wieder umrühren
den Sirup durch ein Sieb abgießen, in eine Flasche füllen
im Kühlschrank aufbewahren



"Oldie" des Monats September 2010
"Erfahrung ist das halbe Leben" sagt man

Jeder macht seine eigenen, manch einer gibt sie weiter, andere können davon profitieren. Vieles findet sich in Bauernregeln und überlieferten Sprüchen, für den September sind besonders zahlreiche bekannt. Hier ist eine kleine Auswahl zum lesen, schmunzeln und beobachten, ob etwas Wahres daran ist. Ziehen die wilden Gänse weg, fällt der Altweibersommer in 'nen Dreck. * Wenn im September viele Spinnen kriechen, sie einen harten Winter riechen. * Gewittert's im September noch, liegt im März der Schnee sehr hoch. * Septemberdonner prophezeit viel Schnee zur Weihnachtszeit. * Wie im September tritt der Neumond ein, so wird das Wetter den Herbst durch sein.



"Oldie" des Monats August 2010
Gurkenkosmetik

Gurken sind seit alters her im kosmetischen Einsatz. Bereits von Katharina von Medici, die im 16. Jh. lebte, ist bekannt, dass sie ein königliches Gesichtswasser aus Gurken- und Zitronensaft mit Mandelöl benutzte. Noch heute sind Gurkenmasken in der modernen Kosmetik im Einsatz. Gurken in dünnen Scheiben auf die Augen gelegt, lindern Tränensäcke. Gurkensaft wirkt außerdem kühlend bei Sonnenbrand.



"Oldie" des Monats Juli 2010
Rhabarber gegen Kohlhernie

Jeder Hobby-Gärtner kennt das Problem der Kohlhernie bei fast allen Kohlarten. Der Erreger dieser Pflanzenkrankheit ist ein Schleimpilz, der den Boden bis zu 20 Jahren verseuchen kann. Die Krankheitszeichen sind Verknotungen im Wurzelbereich, durch die die Pflanze so stark geschädigt wird, dass sie verkümmert. Ein altes Hausmittel für die Abwehr der Kohlhernie ist das Eingraben von Rhabarberstücken dicht bei den Kohlpflanzen.



"Oldie" des Monats Juni 2010
Erdbeersaft nach Urgroßmutters Art

Rezept auf Seite 56 in unserem Kochbuch


1 kg Erdbeeren unter fließendem Wasser abspülen, entstielen, im Sieb abtropfen lassen, in eine Schüssel füllen. 500 g Zucker mit 1/8 Liter Wasser zu einem Sirup kochen und diesen dann heiß über die Erdbeeren gießen, erkalten lassen, abdecken. Nach 24 Stunden den Saft leicht durch ein Tuch pressen, das Ganze noch einige Stunden stehen lassen, dann den Saft in Flaschen füllen, diese verschließen und im Wasserbad ca. 10 Min kochen.

Hinweis: Bei diesem alten Rezept wurden die Flaschen mit Pfropfen verschlossen, dann kreuzweise mit Bindfaden überbunden und nach dem Kochen gut "verpicht" (mit Pech eingerieben). Heute empfiehlt sich der Einsatz von Flaschen mit Twist-Off-Deckeln. Tipp: Beim Einfüllen des Saftes in die Flaschen behutsam vorgehen, damit der Bodensatz in der Schüssel bleibt.



"Oldie" des Monats Mai 2010
Sauerstoffbleiche

Bis ins 19. Jahrhundert hinein wurde die Wäsche zum Bleichen in Urin getaucht oder in Schweinejauche – verdünnt mit etwas kaltem Wasser. Der hohe Ammoniakanteil bewirkte die Fleckentfernung. Natürlich wurde die Wäsche anschließend gründlich gewaschen. Alte Flurnamen in Dörfern und Städten deuten noch heute auf ein weiteres altes und bewährtes Wäschebehandlungsverfahren hin: die Sauerstoffbleiche. Schien die Sonne, breitete man die Wäsche auf dörflichen Bleichwiesen (daher auch die Flurnamen) aus, sie wurde mehrfach am Tag mit kaltem Wasser besprengt. Die heutigen Bleichmittel gibt es erst seit 1900.

Auch neuzeitliche Materialen werden durch die Sauerstoffbleiche schonend entfärbt: Besonders weiße Schneidbretter aus Kunststoff färben sich durch das Hacken von Kräutern oder Schneiden von Paprika ein und werden durch normales Reinigen – auch in der Spülmaschine – nicht wieder hell.

Tipp: Stellen Sie verfärbte Kunststoffbretter nach dem Reinigen für 2 – 3 Stunden in die direkte Sonne. Sie werden sehen, dass die Sauerstoffbleiche ihre Arbeit gut gemacht hat.



"Oldie" des Monats April 2010
Hausmittel Huflattich

Zu den Frühblühern zählt der eher unscheinbare, gelb blühende Huflattich, der an Bächen und auf lehmigen Böden wächst. In der Hausmedizin wird er seit alters her eingesetzt als das beste Mittel "wider alle Gebresten der Brust", hauptsächlich gegen Husten oder zur Blutreinigung.

Hustentee: Für eine Tasse einen Teelöffel frische oder getrocknete Huflattich-Blüten mit kochend heißem Wasser übergießen, fünf Minuten ziehen lassen, absieben, mit Honig süßen und dreimal täglich nach den Mahlzeiten schluckweise trinken.

Hustensirup: Zwei Handvoll frische Blüten mit 1 Liter kochendem Wasser übergießen, absieben, abkühlen lassen, noch lauwarm mit 500 g Honig vermischen, in Flaschen abfüllen, kühl aufbewahren. Mehrmals am Tag 1 Esslöffel des Sirups bei Hustenanfällen einnehmen.

  
Suche
Heute ist der