Logo HVK
Startseite
Archiv Fragen
Archiv Rezepte
Archiv Haushaltstipps
Archiv Oldies
Wir über uns
Ausbildung & Kurse
Termine
Aktuelle Termine
Aktionen
DEZ-Erdbeer
Kochbücher
Anfahrt
Kontakt
Impressum
Druckversion Druckversion

 

Schriftzug Hausfrauenveband Kassel e.V.
Willkommen im Monat September
Die Frage des Monats September 2016
Wussten Sie, dass Pilze keine Pflanzen sind? *)

Jetzt beginnt wieder die Zeit, in der Sammler auf der Suche nach essbaren Pilzen in die Wälder ausschwärmen. Was in den Zeiten der Nahrungsknappheit der Verbesserung der Lebenssituation diente durch selbst essen oder Verkauf, ist heute ein schönes Hobby von vielen Menschen, denn Pilze sammeln darf man zum Eigenbedarf. Aber es geht auch um den langsamen Gang durch den Wald, um Beobachtung der Pflanzenwelt, um die Ruhe, den Duft des Waldbodens und natürlich um die Freude, etwa einen wunderschönen Steinpilz zu finden.








 
Steinpilz
 Herbsttrompeten

Der Hauptgrund, warum Pilze keine Pflanzen sind, ist, dass sie kein Blattgrün (Chlorophyll) haben. Dadurch sind sie nicht zur Fotosynthese fähig, sondern auf organische Stoffe angewiesen. Diese Stoffe zerlegen sie wieder in ihre Grundsubstanzen, und genau deshalb sind sie für einen gesunden Wald unerlässlich. Sie bauen totes Holz und Laub ab, aber womit?

Was wir als Pilz sehen, ist nur der Fruchtkörper. Die anderen Teile, das Geflecht (Myzel) und die Pilzfäden (Hyphen) durchziehen die Erde. Deshalb soll man Pilze nicht ausreißen, sondern mit einem scharfen Messer abschneiden und gleich danach den Boden wieder über die Schnittstelle decken. Der Fruchtkörper hingegen erfreut nicht nur uns, sondern - und das ist seine eigentliche Aufgabe - sorgt für die Fortpflanzung durch winzig kleine Sporen in den Lamellen oder Röhren, die jeder Lufthauch mitnimmt.

Ernährungsphysiologisch betrachtet sind Pilze sehr wertvoll. Sie sind grundsätzlich kalorienarm, haben einen hohen Gehalt an Ballaststoffen und sind reich an Niacin, Folsäure, Kalium und Eisen. Das Eiweiß von Pilzen enthält alle essentiellen Aminosäuren. Nicht umsonst spricht man vom Fleisch des Waldes.

Schon in der Antike war die Heilwirkung vieler Pilze bakannt. Auch die Klostermedizin machte sich ihre Heilkraft zunutze, zum Beispiel bei Magenverstimmung, Tuberkulose und Gelbsucht. Der wichtigste Pilz in der chinesischen Medizin war und ist der Shii-take. Wenn Zink wichtig ist für das Immunsystem, so ist dieser Pilz der beste Lieferant neben allen anderen vorteilhaften Inhaltsstoffen, die er hat. Wir können heute ihn und viele andere Pilze wie Austernseitlinge, Champignons, Pfifferlinge und Steinpilze kaufen. Deshalb sollten wir nur die sammeln, die wir wirklich kennen, denn giftige gibt es natürlich auch.

Allen Pilzsuchern wünschen wir erholsame Waldgänge und Freude an allem, was sie dort sehen.

Auch ein giftiger Fliegenpilz (linkes Foto), der an einem bemoosten, vielleicht sogar sonnenbeschienenen Baumstumpf steht, tut dem Auge gut! - H. S. + M. D.

*) Erklärung Fungi: zur Gruppe der Lebewesen gehören unter anderem Einzeller, Algen, Pflanzen, Pilze, Tiere und der Mensch - Pilze sind eine eigene Unterkategorie
Lebewesen (dt.)
- Pflanzen
- Pilze
- Tiere ...
      
Eukaryoten (wiss.)
- Plantae

- Fungi

- Animalia ...




Rezept des Monats September 2016 aus unserem Kochbuch


Champignongemüse   Seite 10

1


Zwiebel

schälen, in Würfel schneiden und

1


Knoblauchzehe

schälen, fein hacken, in

1

EL

Butter

hell andünsten

600

g

Pilze

putzen, halbieren, mit

2

EL

Zitronensaft

beträufeln, ebenfalls 3 Min andünsten, mit

2

EL

Mehl

bestäuben, mit

200

ml

Milch

ablöschen, umrühren, 2 - 3 Min zugedeckt garen

2

EL

trockenen Wein

und

¼

TL

Salz

sowie

1

Msp

Curry oder Muskat

zufügen und abschmecken

2

EL

Sahne

vor dem Anrichten dazugeben

mit Petersilie oder Schnittlauch garnieren

Tipp: dazu passt Baguette oder frisches Ciabatta

 


Haushaltstipp des Monats September 2016
Pilze können konserviert werden ...


z. B. durch Trocknen
dazu werden Pilze in dünne Scheiben geschnitten, auf einen Backrost gelegt und im Ofen bei 35° Grad und leicht geöffneter Ofentür ungefähr 5 Std getrocknet,
sie halten sich nach der Trocknungin Twist-Off-Gläsern sehr lange und bewahren ihr intensives Aroma
vor der Verwendung in Speisen oder Soßen oder Suppen müssen die Trockenpilze kurz in Wasser eingeweicht werden

z. B. durch Tiefkühlen
diePilze werden klein geschnitten,in einer Pfanne mit Deckel kurz angedünstet und in kleinen Portionen eingefroren - der Vorteil dieser Methode ist, dass sie direkt aus dem Gefrierschrank in das Essen gegeben werden können

Pilzhüte sollten nicht geschält, sondern nur abgewischt oder abgebürstet werden, denn in der Außenhaut sitzen viele wichtige Nährstoffe




"Oldie" des Monats September 2016


Früher sagte man, Pilzgerichte dürften nicht aufgewärmt werden. Das ist überholt. Die zubereiteten Pilze müssen kalt aufbewahrt und beim wieder Aufwärmen kurz stark erhitzt werden.


Suche
Heute ist der