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Willkommen im Monat September 2018
Die Frage des Monats September 2018
Wissen Sie, welche japanische Delikatesse tödlich sein kann?

Gemeinhin sind Delikatessen nicht mit Lebensgefahr verbunden, sondern nur mit Genuss und dickem Geldbeutel. Die Japaner sehen das anders. Vor allem im Westen Japans mit dem Schwerpunkt Osaka, ist Kugelfisch - auch Fugu genannt - der Gipfel an Genuss, wenn auch mit tödlichem Risiko verbunden. Eine falsch zubereitete Fugu-Mahlzeit kann die letzte sein. Die Geschichte des Fugu-Essens ist eine Geschichte der Vergiftungen, sagte Kitahama, Japans ältester und berühmtester Fugu-Koch. In der Zeit von 1887 - 1978 sind 6.925 Menschen an Fugu-Vergiftungen gestorben, hatte er ermittelt. Der Staat versuchte deshalb, den Verzehr von Fugu zu verbieten, aber das ließ sich nie vollständig durchsetzen, im Gegenteil, die Verbote machten diesen gefährlichen Genuss noch interessanter.

Was hat dieser Fisch, was ihn so begehrt und gleichzeitig beim Verzehr so gefährlich macht? Es ist die Zerlegung des Fisches, auf die es ankommt. Nur der weibliche Fisch ist giftig. Leider gibt es auch Fugu-Fische beiderlei Geschlechts, das darf der Koch nicht übersehen!

Die Haut, die Eierstöcke und die Leber des Fisches enthalten das Gift Tetrodotoxin. Nur ein erfahrener Koch kann den Fisch so zerlegen, dass keine Giftstoffe in die Mahlzeit geraten. Fugu-Abfälle müssen logischerweise als giftiger Sondermüll entsorgt werden. Heute brauchen Fugu-Köche in den meisten japanischen Provinzen eine Lizenz, die sie erst nach 24 Monaten Arbeit bei einem erfahrenen Küchenchef bekommen. Auch die Fugu-Verkäufer auf den Fischmärkten müssen diese Lizenz vorweisen.

Was - außer dem Risiko - ist nun das besondere an diesem Fisch? Er hat den Ruf, sehr aromatisch und sehr zart zu sein, deshalb ist man ihn gern roh als Fugu Sashimi - ähnlich unserem europäischen Carpaccio - oder frittiert oder als Fugosuppe. Der Fisch ist auch als Aphrodisiakum bekannt und begehrt, wobei die echten Fugu-Köche dieses Klientel von Gästen gar nicht schätzen. Am Jahresanfang stand in der Presse, auch in der HNA, dass in Japan ein Luxussupermarkt versehentlich fünf Packungen Fugu verkauft hatte, ohne die lebensgefährlich giftige Leber zu entfernen. Nach Aufrufen in Rundfung und Fernsehen konnten drei Käufer ausfindig gemacht werden bis zur Drucklegung unserer hiesigen Zeitung, weiteres ist uns nicht bekannt ...

Inzwischen gibt es in Gefangenschaft gezüchtete Kugelfische, bei denen die Gefahr einer Vergiftung nicht besteht, sie werden nicht mit den entsprechenden Microorganismen gefüttert. Man hat nämlich herausgefunden, dass der Fisch in Freiheit gezielt diese giftigen Bakterien frisst, um dadurch Fressfeinde  abzuschrecken. Er selbst ist gegen das Gift resistent. Die Zuchtfische sind jedoch für die echten Fugu-Liebhaber keine Alternative. Das Fleisch schmeckt nicht so lecker, und der Nervenkitzel fehlt total.

Es gibt sehr viele Arten von Kugelfischen. Vor drei Jahren wurde der erste "Hasenkopf-Kugelfisch" im Mittelmeer gesichtet und beginnt, sich auszubreiten. Er frisst den Anglern die Tintenfische weg, zerbeißt mit seinen scharfen Zähnen die Netze, aber noch ist man entspannt, weil man glaubt, ihn gut zu erkennen. Für Hobbyangler sieht das schon bedenklicher aus.

Da essen wir doch lieber unseren Hering in Sahnesoße oder ein leckeres Matjesbrötchen und sind zufrieden darüber, dass der giftige Kugelfisch nicht nach Deutschland importiert werden darf. - H. S.



Rezept des Monats September 2018
aus unserem Kochbuch

Porree-Käsesuppe     S. 22

 500 gHackfleischin einem Topf krümelig anbraten
4
 StangenPorreein feine Ringe oder Streifen schneiden
 3 dicke
Zwiebeln
in feine Würfel schneiden, beides zufügen,
   ebenfalls kurz mitbraten, mit
 1,5 lFleischbrüheauffüllen, ca 15 Min garköcheln lassen
 300 gSahneschmelzkäsein der Suppe unter ständigem Rühren
    schmelzen lassen, mit
  Salz + Pfeffer
abschmecken
  frische Kräuter
hacken, vor dem Servieren überstreuen
Hinweis: wenn die Suppe nicht so dickflüssig sein soll, nur 150 g Schmelzkäse
verwenden und dafür etwas Sahne angießen
Beilage: Baguette
Tipp: wenn man lieber eine Cremesuppe mag, können Zwiebeln und Porree
separat gegart und püriert zum Hackfleisch gegeben werden





Haushaltstipp des Monats September 2018

Die Wespenplage erreicht im September ihren Höhepunkt. Kaum steht etwas Essbares auf dem Tisch, sind die Wespen zur Stelle, um sich ihren Teil zu holen. Eine gute Methode, diese Plagegeister zu vertreiben, ohne ihnen ein Leid anzutun, ist ein Sprühnebel aus Wasser, die Wespen vermuten dann einen Regen und verziehen sich in ihr Nest. Ein Wassersprüher sollte - natürlich im Freien - griffbereit auf dem Tisch stehen. Hilft auch im Biergarten, wenn man nicht gerade andere Gäste "duscht".




"Oldie" des Monats September 2018


gesehen an einer Fischgaststätte in St. Peter Ording



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