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Schriftzug Hausfrauenveband Kassel e.V.
Willkommen im Monat Mai 2018
Die Frage des Monats Mai 2018
Wissen Sie um den Einfluss des Mondes bei der Gartenarbeit?

Jeder, der einen eigenen Garten besitzt, wundert sich manchmal über seine Misserfolge. Man macht alles wie immer und doch ist das Resultat oftmals enttäuschend. Was ist schuld? Das Wetter? Die Qualität der gekauften Pflanzen und Samen? Das Düngemittel?

Wir meinen heute, alles zu wissen, wir können ins Weltall fliegen und berechnen ziemlich genau den Erdpunkt der Rückkehr der Astronauten, wir haben gegen fast jede Krankheit ein Mittel gefunden, wir leben gesund und vertrauen auf das Wort BIO. Wir bauen auch an, aber so, wie wir es schön finden, gesund und umweltbewusst - wie wir neuerdings sind ...
Das Wissen unserer Altvorderen nutzen wir dabei nicht.


Der Mond in Kassel mit Blick nach Süden am 8. Mai 2018, 8.32 Uhr

Denn früher richtete man sich mit der Gartenarbeit nach dem Mond. Nach alten Überlieferungen gibt es einen günstigen und auch einen ungünstigen Zeitpunkt für bestimmte Arbeiten im Garten, diese Regeln wurden von unseren Ahnen im Mondkalender festgehalten. In diesem wird die Aufstiegsphase des Mondes, also der zunehmende Mond, als Ausatmen bezeichnet. Beim Ausatmen wird der Pflanzensaft vom Mond angezogen und strömt in die oberen Pflanzenteile. Deshalb sollte man während des aufsteigenden Mondes zum Beispiel Obst ernten, denn wenn dieses perfekt im Saft steht, ist es besonders lang haltbar. Die Erde atmet aus, die Ernte oberirdischer Gemüsesorten sollte jetzt stattfinden, weil sich alle Energie in den oberirdischen Pflanzenteilen befindet.

Bei Vollmond sollte man düngen. Die Heilkraft von Kräutern, auf die wir uns ja gerade rückbesinnen, ist am größten, wenn sie bei Vollmond gesammelt werden. Gehölze sollte man jetzt nicht schneiden.

Bei abnehmendem Mond atmet die Erde ein. Jetzt muss alles gesät und gepflanzt werden, was unter der Erde Früchte trägt. Jetzt ist auch der Moment für den Heckenschnitt, da weniger Pflanzensaft austritt. Kurz bevor der Mond seinen niedrigsten Stand hat, sollte man Rasen mähen und Unkraut jäten, danach wächst beides langsamer.

Das klingt alles etwas nach Scharlatanerie, aber wer - wie ich - lange in Italien gelebt hat, weiß, dass man dort auch als Hobbygärtner noch danach lebt. Zum Beispiel wird Prosecco, der ja ohne künstliche Sprudelzusätze auskommt, immer bei zunehmenden Mond, möglichst kurz vor Vollmond, in die Flaschen gefüllt, um dann in den nächsten Monaten der Lagerung von selbst zu perlen. Einmal in der Zeit nach Ostern, also bei abnehmendem Mond gemacht, blieb der Prosecco ein normaler, stiller, nicht leckerer Wein. Ein Reinfall!

Für die Holzwirtschaft gibt es auch bei uns heute noch feststehende Regeln, die schon seit Jahrhunderten bekannt sind, sehr speziell auf die weitere Verwendung des geschlagenen Holzes ausgerichtet. Eine davon ist die, dass man, wenn man besonders festes hartes Holz braucht, so wie es wohl die Pfähle sind, auf denen Venedig gebaut ist, muss es bei abnehmendem Mond und dann noch in einem bestimmten Sternbild geschlagen werden.

Versuchen Sie einmal, auf den Mondstand zu achten, vielleicht haben Sie dann im Garten ein neues Erfolgserlebnis! - H. S.





Rezept des Monats Mai 2018
aus unserem Kochbuch








Haushaltstipp des Monats Mai 2018
... zum Spargel

Beim Einkauf muss man darauf achten, dass der Spargel frisch, knackig und am Kopf geschlossen ist. Er muss prall und glänzend sein und quietschen, wenn die Spargelstangen aneinander gerieben werden. Der Anschnitt darf nicht geschrumpft und ausgetrocknet, sondern muss saftig sein, bei leichtem Druck tritt frischer, aromatischer Saft aus.

Besonders bei grünem Spargel befindet sich an den Köpfen häufig Erde, daher muss er gründlich gewaschen werden. Weißer Spargel wird komplett geschält, das Schälmesser wird dabei unterhalb des Spargelkopfes angesetzt, die Schale wird sorgfältig entfernt. Es dürfen keine Faserreste zurück bleiben. Sie würden den Genuss beim Essen stören. Holzige Stellen am unteren Ende werden abgeschnitten oder abgebrochen. Grüner Spargel ist insgesamt zarter und wird nur im unteren Drittel dünn abgeschält.

Kochanleitung: Dem Kochwasser wird Salz, Zucker und Butter zugefügt. Sobald das Wasser kocht, kommt der Spargel hinein und wird kurz unter dem Siedepunkt gegart. Die Garzeit ist abhängig von der Größe des Spargels. Er darf nicht zu weich werden, um seine Form nicht zu verlieren. Perfekt gegart ist Spargel, wenn die Stangen noch knackig sind und sie beim Herausnehmen aus dem Kochwasser nicht von der Gabel herunterhängen.

Nicht verwendeter Spargel wird roh in ein feuchtes Tuch gewickelt und in einem Plastikbeutel im Kühlschrank bis zu drei oder vier Tagen aufbewahrt.

    








Zum Konservieren: Frischen Spargel schälen, roh in Gefrierbeuteln luftdicht verpacken, einfrieren, direkt aus dem Frost in kochendes Wasser legen und wie frischen Spargel garen. 



"Oldie" des Monats Mai 2018
Waschgerät in der "guten alten Zeit"


 
Waschtag war Waschtag! Einen ganzen Tag lang und mehr. Die weiße Wäsche wurde schon am Vortag "eingeweicht" und in einem großen Kessel erhitzt. Am nächsten Morgen rubbelte man den groben Schmutz durch hin- und herreiben auf dem Waschbrett heraus. Danach wurde die Wäsche ausgewrungen, mit kaltem Wasser und Waschmittel wiederum in Kessel gefüllt und "gekocht". Mit Waschstöcken wurde die Wäsche im wieder untergetaucht und umgerührt, nach dem Kochen herausgefischt und nochmals gerubbelt. Dann kamen die Spülgänge - im Sommer vor dem Haus - unter fließendem Wasser in der Zinkbadebanne. Zwei Personen hatten damit zu tun, die Wäschestücke auszuwringen. Man drehte sie wie ein Seil, so dass das Wasser ausgequetscht wurde. Manchmal kam die Wäsche nochmals in sauberes Wasser mit Wäscheblau, um sie weißer erscheinen zu lassen. Dann wurde wieder ausgewrungen, aufgehängt, auf der Wiese gebleicht, um Flecken zu entfernen ....
Danach folgte die Buntwäsche, und geflickt, gestopft wurde auch noch ...
Heute wird schon gestöhnt, wenn z. B. nach Rückkehr aus dem Urlaub eine größere Menge Wäsche zu reinigen ist ... mit der vollautomatischen Waschmaschine, diversen hochwirksamen Waschsubstanzen, Wäschetrockner ... danach kann vieles einfach zusammengelegt werden, weil die Fasern knitterfrei sind, ausgebessert werden schadhafte Textilien kaum noch, man kauft neu und entsorgt Kleidung und Wäsche, die mit wenigen Handgriffen noch eine längere Lebenszeit hätten ...


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Heute ist der